Ashwagandha: Herkunft, Einnahme und wichtige Hinweise

Ashwagandha ist eine der bekanntesten Pflanzen aus der ayurvedischen Lehre und gehört zu den Trend-Supplements der letzten Jahre. Hier erfährst du, was Ashwagandha ist, was die Forschung sagt und was du vor der Einnahme unbedingt wissen solltest.

Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha (Withania somnifera), auch Schlafbeere oder Winterkirsche genannt, ist ein Nachtschattengewächs aus Indien, dem Nahen Osten und Afrika. Verwendet wird vor allem die Wurzel. Als wichtigste Inhaltsstoffe gelten die sogenannten Withanolide; hochwertige Extrakte sind auf einen bestimmten Withanolid-Gehalt standardisiert.

Was sagt die Forschung?

Ashwagandha wurde in den letzten Jahren in zahlreichen Studien untersucht, unter anderem zu Stressempfinden, Schlaf und Trainingsleistung. Viele Studien sind jedoch klein, kurz und werden teils von Extrakt-Herstellern finanziert. Für Ashwagandha gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.

Wichtige Hinweise zur Sicherheit

Ashwagandha ist nicht für jeden geeignet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat darauf hingewiesen, dass gesundheitliche Risiken – unter anderem für Leber und Schilddrüse – nicht ausgeschlossen werden können. In Dänemark ist Ashwagandha in Nahrungsergänzungsmitteln nicht erlaubt.

  • Nicht geeignet für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche.
  • Nicht ohne ärztliche Rücksprache bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder bei Einnahme von Medikamenten (z. B. Beruhigungsmittel, Schilddrüsenmedikamente, Blutzucker- oder Blutdrucksenker).
  • Bei Beschwerden wie Oberbauchschmerzen, dunklem Urin oder Gelbfärbung der Haut die Einnahme sofort beenden und ärztlich abklären lassen.

Einnahme und Dosierung

Halte dich an die Verzehrempfehlung auf der Packung. Kapseln werden meist zu einer Mahlzeit eingenommen. Viele Anwender nehmen Ashwagandha nicht dauerhaft, sondern zeitlich begrenzt.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

  • Standardisierter Extrakt mit Angabe des Withanolid-Gehalts.
  • Nur Wurzel: Seriöse Produkte verwenden Wurzelextrakt.
  • Preis pro Tagesportion statt Dosenpreis vergleichen.

Fazit

Ashwagandha ist eine beliebte Pflanze mit langer Tradition, die Studienlage ist aber noch nicht eindeutig und es gibt Hinweise auf Risiken. Wer Ashwagandha nehmen möchte, sollte die Verzehrempfehlung einhalten und bei Vorerkrankungen vorher ärztlichen Rat einholen. Eine weitere Pflanze aus dem Ayurveda: Weihrauch.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge eines Produkts darf nicht überschritten werden.

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